von Anna Haindl

Sobald man seinen Abschluss gemacht hat, verfolgt einen die gleiche unangenehme Frage von Freunden, Familie, Lehrern und eigentlich allen anderen auch: „Was willst du jetzt beruflich so machen?“

Ich persönlich habe mich für ein wirtschaftswissenschaftliches Studium entschieden, aber auch da gibt es noch so viele Möglichkeiten für danach. Darauf genau habe ich auch noch keine konkrete Antwort. Deshalb ist der Plan nun in möglichst viele denkbare Berufe zu schnuppern, um wenigstens eine Richtung zu finden.

Als ich mit diesem Ansatz zu Johannes Becher kam, war er sofort bereit mich für ein kleines Praktikum eine Woche mit in seine Arbeitswelt zu nehmen. Diese Zeit lässt sich schwer zusammenfassen, weshalb ich einzelne Eindrücke herausgesucht habe.

Allgemein lässt sich sagen, dass Johannes Terminplan als sehr voll zu bezeichnen immer noch eine Untertreibung ist. Wo wir gleich zur ersten Erkenntnis dieser Woche kommen: Wie viel man tatsächlich arbeiten kann. Egal wo wir waren, an welchem Bahnhof wir auch auf unseren Zug warten mussten (was leider vorkam), wurden Mails beantwortet oder telefoniert.

Die größten Themenfelder diese Woche waren die Entbürokratisierung, der Flughafen mit seiner Verschmutzung und der neue Hebammenhilfevertag. Dazu wurde recherchiert, diskutiert und verhandelt.

Trotzdem sind wir danach noch weitergefahren, um Gespräche zu führen wie in Ebersberg. Dort stellte Johannes die Visionen und Schwierigkeiten der staatlichen Entbürokratisierung und Digitalisierung vor.

Zum Abschluss kann ich nur sagen, dass ein Praktikum jedem zu empfehlen ist. Johannes und auch sein Team hat sich Zeit für mich genommen und Energie investiert. Dafür möchte ich mich bedanken. Es ist etwas Besonderes, Teile des politischen Prozesses zu sehen, die anderweitig nicht so zugänglich sind.